Sperling

Sperling

Haussperling, Spatz

Passer domesticus 
=Sperlinge
Länge 15 cm
Ganzjährig


Merkmale
Grau und braun. Männchen mit schwarzem Latz und grauem Scheitel. Weibchen und Junge braun mit hellem Augenstreif. 


Stimme
Lautes Tschilpen.


Vorkommen
Dörfer und Städte.


Wissenswert
Spatzen haben im Gefolge des Menschen fast die ganze Erde erobert. Sie leben überall, wo Gebäude Nistmöglichkeiten bieten, 
ganzjährig Sämereien verfügbar sind und Grünflächen auch die zur Jungenaufzucht nötige Insektennahrung sicherstellen. 
Die Stadtzentren selbst sind heute fast verwaist; wo aber Parks oder Gärten sind, leben auch Spatzen. 
In ihren Trupps sind immer einige Vögel für die Sicherheit zuständig, während andere fressen, im Staub baden oder ausruhen. 
Haussperlinge, die etwas zum Fressen entdeckt haben, locken rufend die anderen, bevor sie selbst picken. 
Der Erfolg der Spatzen erklärt sich aus dem Leben im Trupp, ihrer „Frechheit" und ihrer großen Vorsicht. 

 

Sieglitz, Distelfink

Stieglitz, Distelfink

Stieglitz, Distelfink

Caruelis carduelis
Finken
Länge 12 cm
< Sperling
Ganzjährig

Merkmale
Zierlicher Fink. Fast mehr noch als durch seine bunte Färbung macht er durch seinen (von fliegenden Vögeln sehr häufig zu hörenden) Ruf auf sich aufmerksam. Leuchtend gelber Flügelstreif. Fast immer paarweise oder im Trupp. 

Stimme
Hell „stigelitt".

Vorkommen
Hecken- und Gartenlandschaften, Streuobst-wiesen, „Ödland" (z.B. Bahndämme, Brachäcker, Ufer).

Wissenswert
Die leichten Finken sitzen meist auf ihren Futterpflanzen, wenn sie mit ihrem feinen, spitzen Schnabel geschickt die Samen aus den Blütenständen holen. 
Mit den Füßen ziehen sie sich Blütenköpfchen her und halten sie fest, während sie fressen. Disteln und Kletten schätzen sie im Herbst besonders. 
Wo reichlich Nahrung ist, treffen sich Distelfinken dann in großen Schwärmen. Im Winter spielen Erlen eine große Rolle, bevor im Frühjahr die ersten Löwenzahnsamen reif werden.


Buchfink

Buchfink

Buchfink

Fringilla coelebs
Finken
Länge 15 cm
= Sperling
Ganzjährig


Merkmale
Männchen im Frühjahr bunt, mit blaugrauer Kappe, Weibchen schlichter. Zwei leuchtend weiße Flügelbinden und weiße Schwanzkanten fallen vor allem im Flug auf. 


Stimme
Ruft hell „pink" (= Fink). Wenn der schmetternde Reviergesang („Finkenschlag") ertönt, sitzen die Vögel meist gut sichtbar auf einem Ast.


Vorkommen
Sehr häufig. Fast überall, wo es Bäume gibt. Im Herbst auch zahlreich auf Feldern. 

Wissenswert
Buchfinken mit ihren kräftigen Kegelschnäbeln ernähren sich vor allem von Sämereien. Oft sind sie am Boden unterwegs; bei Gefahr flüchten sie in die Bäume. 
Dort bauen sie auch ihr kunstvolles Napfnest. Die Jungen werden mit Insekten (vor allem Raupen) gefüttert; die Eltern jagen jetzt fast nur in den Baumkronen. 
Im Herbst ziehen Buchfinken, oft in großen Trupps, nach Südwesten. Den Namen „coelebs" (ehelos) erhielt die Art, weil unter den Überwinterern die Männchen überwiegen.



Grünling

Grünling

Grünling

Carduelis chloris
Finken
Länge 15 cm
= Sperling
Ganzjährig

Merkmale
Kräftiger Fink. Männchen im Frühling leuchtend grün, Weibchen bräunlicher. Beide mit (vor allem im Flug) auffallend gelber Flügel- und Schwanzzeichnung. Gesellig. 

Stimme
Kanarienvogelartige Triller und Roller.

Vorkommen
Halboffene Landschaften mit hohen Bäumen, Waldrändern und Feldgehölzen. In Siedlungen oft einer der häufigsten Brutvögel.
Im Herbst auf Feldern und im Brachland. Überwinternde Vögel vermehrt in Ortschaften und dort am Futterhaus sehr streitlustig.

Wissenswert
Schon früh im Jahr ertönt der Gesang, vorgetragen von einem Baum aus oder im Balzflug mit merkwürdigen, weit ausholenden und langsam rudernden Flügelschlägen. 
Grünfinken sind Vegetarier. Selbst die Jungen werden überwiegend mit weichen, unreifen Samen gefüttert, 
die (falls nötig) mit dem kräftigen Schnabel aus den Früchten geholt werden. Löwenzahn ist eine beliebte Kindernahrung.


Gimpel, Dompfaff

Gimpel, Dompfaff


Gimpel, Dompfaff

Pyrrhula pyrrhula
Finken
Länge 16 cm
< Amsel
Ganzjährig

Merkmale
Rundliche Figur. Männchen mit leuchtend roter, Weibchen mit graubrauner Unterseite. Schwarze Kopfplatte und weißer Bürzel. 

Stimme 
Sanftes, aber weit tragendes melancholisches „djü". Zur Brutzeit ist der Gimpel leichter zu hören als zu sehen.

Vorkommen
Brütet bevorzugt sehr versteckt in deckungsreichen (Fichten-) Wäldern. Im Winter überall in Gehölzen, gern auch am Futterhaus. 

Wissenwert
Gimpel fressen vor allem Samen, Blatt- und Blütenknospen; letzteres zum Leidwesen der Obstbauern, die dem Vogel deshalb zeitweise nachstellten. 
Seit der Sperber wieder häufiger ist, hat sich dieses Problem erledigt. Gimpel waren früher beliebte Stubenvögel. 
Da die Jungen ausschließlich vom Vater lernen, wie man singt, pfeifen handaufgezogene Vögel das, was man ihnen vormacht. 
Noch nach vielen Jahren beherrschen solche Vögel statt des Gimpel-Gesangs ihre Volkslied-Strophen.


Goldammer

Goldammer

Goldammer

Emberiza citrinella
Ammern
Länge 16,5 cm
< AMSEL
Ganzjährig

Merkmale
Gelber Kopf, braun gestreifter Rücken, zimtbrauner Bürzel und langer Schwanz mit weißen Kanten. Weibchen und Jungvögel sehr viel unauffälliger. 

Stimme
Ruft, wenn aufgeregt, nasal „zick". Der typische Gesang („Wie, wie, wie hab ich dich liiieeb!") ertönt selbst noch an heißen Sommertagen, wenn alle anderen Vögel schweigen.

Vorkommen
Bis vor kurzem noch eine „Allerweltsart" und häufiger Brutvogel in Hecken und Feldgehölzen der Agrarlandschaft, auch auf Kahlschlägen und jungen Schonungen. 
Inzwischen durch die Ausräumung der Landschaft und veränderte Bewirtschaftung stark abnehmend.

Wissenswert
Singt meist von einer erhöhten Warte aus. Während der Brutzeit wird so ein Revier markiert. Im Herbst und Winter sind Goldammern gesellig. 
Auf Saat- und Stoppelfeldern, an Ställen und Scheunen sammeln sich kleine Trupps, um dort nach Körnern zu suchen.




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