Rauchschwalbe

Rauchschwalbe

Rauchschwalbe

Hirundo rustica
Schwalben
Länge 20 cm
< Amsel
April - Oktober

Merkmale

Oben metallisch blau, unten hell, Kehle rotbraun. Lange Schwanzspieße (fehlen den jungen). Schnell dahinschießender, „flapsiger" Flugstil.

Vorkommen

Dörfer. Brut fast nur innerhalb von Gebäuden, bevorzugt in Ställen.

 Wissenswert

Zwar macht „eine Schwalbe noch keinen Sommer", aber ein Frühlingsbote ist die erste
Schwalbe doch. Ihr Nest baut sie aus eingespeichelten Erdklümpchen entweder frei an der
Wand oder auf einen Vorsprung (oder ein Nistbrettchen). In 2-3 Bruten werden je etwa 5
Junge großgezogen. Wohnungsprobleme entstehen durch moderne, verschlossene Ställe und fehlendes Baumaterial, wenn sämtliche Plätze und Wege asphaltiert werden. 
Nahrung sind im Flug erbeutete Insekten. Außerhalb der Brutzeit sehr gesellig, oft große Schwärme in nahrungsreichen Schilfgebieten. Auch im tropischen
Winterquartier Massenansammlungen.



 

 

Mehlschwalbe

Mehlschwalbe

Mehlschwalbe

Delichon urbicum

SchwalbenLänge 

13 cm< Sperling

April - Oktober

Merkmale

Oben glänzend blauschwarz mit leuchtend weißem Bürzel, unterseits mehlweiß. Schwanz schwach gegabelt. Flug zappeliger als der der Rauchschwalbe, aber mit langen Gleitstrecken. 

Stimme

Flugruf laut „prrüd".

Vorkommen

Siedlungen. Nistet oft kolonieartig an Häusern, meist unter dem Dachtrauf.

Wissenswert

Da sie außen an Gebäuden brütet, ist die Mehlschwalbe weniger von der Landwirtschaft abhängig als die Rauchwalbe. Ihre halbkugeligen Lehmnester mit der kleinen Öffnung sind auch mitten in Städten zu finden. Vorgefertigte Schwalbennester helfen bei Wohnungsnot infolge Mangels an Baumaterial. Insektenjäger, der oft in großer Höhe vor allem Fliegen und Mücken erbeutet. Nestjunge fressen sich dick und können so Nahrungsknappheit überbrücken. Tagelange Schlechtwetterphasen überstehen sie eng aneinander gekuschelt in Energie sparender Kältestarre.



Mauersegler

Mauersegler

Mauersegler

Apus apus
Segler
Länge 17 cm
< Amsel
Mai-September

Merkmale
Schwärzlich, kurz gegabelter Schwanz und extrem lange, schmale sichelförmige Flügel, Spannweite 45 cm. 

Stimme
Schrille Schreie: „sriiih".

Vorkommen
Brütet in Städten in Mauerlöchern oder unter Dächern. Die Jagdflüge führen aber weit hinaus, so dass Mauersegler überall beobachtet werden können.

Wissenswert
Ein echter Luftikus, der (außer zur Brut) selten Kontakt zum Untergrund hat. Er ernährt sich von „Luftplankton", Insekten und Spinnen, die er mit seinem käscherartig großen Maul einsammelt. 
Wenn Nahrung bei schlechtem Wetter knapp wird, fliegen Mauersegler schon mal eben ans Mittelmeer, um sich dort zu versorgen. 
Das Barometer haben die Vögel eingebaut: Sie sind oft schon unterwegs, bevor das Wetter schlecht wird. Ihre Jungen fallen einstweilen in einen Energie sparenden Hungerschlaf und können so tagelang überleben.



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