Rotkehlchen

Rotkehlchen

Rotkehlchen

Erithacus rubecula



Länge 14 cm 
Drosseln (Erdsänger)
< SPERLING 
Ganzjährig



Merkmale
Olivbraune Oberseite, orangerote Stirn, Kehle und Brust. Wirkt niedlich durch aufrechte Haltung, rundliche Figur und große Augen. „Knickst" häufig. 



Stimme
Berühmt wegen seines wehmütig klingenden Gesangs, dessen Strophen mit hohen und reinen Tönen einsetzen und dann „herabperlen". Der Gesang ist fast das ganze Jahr über besonders in der Morgen- und Abenddämmerung zu hören.



Vorkommen
Brütet am Boden in feuchten und unterholz-reichen Wäldern, Hecken, Gärten. Im Winter vermehrt in Siedlungen, auch an Futterstellen. 

Wissenswert
In Gärten ist es wenig scheu und pickt die beim Umgraben freigelegten Würmer und Insektenlarven fast vom Spaten. 
Obwohl Rotkehlchen überwiegend Zugvögel sind, kann man sie bei uns das ganze Jahr beobachten. 
Die im Winter nach Süden gewanderten mitteleuropäischen Brutvögel werden dann nämlich durch Rotkehlchen aus dem Norden vertreten.

 


Hausrotschwanz

Hausrotschwanz

Hausrotschwanz

Phoenicurus ochruros
Länge 14 cm
Drosseln (Erdsänger)
< SPERLING
März - Oktober

Merkmale
Männchen schwärzlich mit weißem Flügelspiegel. Weibchen graubraun. Rostroter Schwanz. 


Stimme 
Kurze, gepresste, hauptsächlich aus vielen kratzigen Lauten bestehende Strophen.


Vorkommen
Ursprünglich felsige Gebirge, inzwischen überall in Siedlungen bis in die Großstädte. 


Wissenswert
Zusammen mit der Amsel beginnt der Hausrotschwanz schon lange vor Sonnenaufgang das morgendliche Vogelkonzert. 
Meist sitzt er dabei auf Dachfirst oder Antenne. Brutplätze sind meist Nischen an den Gebäuden. 
An glatten Fassaden kann man nachhelfen und einen offenen Nistkasten (Halbhöhlenkästen) aufhängen. 
Ihre Nahrung (Insekten) suchen Hausrotschwänze vor allem am Boden. 
Dort bewegen sie sich hüpfend, sitzen oft steil auf erhöhten Warten und „knicksen", häufig gefolgt von einem leichten Schwanzzittern.
Die meisten Hausrotschwänze ziehen im Winter weg, nur wenige bleiben.

 

 

Amsel

Amsel

Amsel

Turdus merula
Drosseln
Länge 25 cm
= AMSEL
Ganzjährig

Merkmale
Männchen schwarz mit gelbem Schnabel und Augenring, Weibchen braun. 

Stimme
Der wunderbar flötende Gesang ertönt schon vor Sonnenaufgang. Ein krasser Gegensatz dazu ist das zeternde Schimpfen streitender Amseln oder das minutenlange „tix tix" beunruhigter Vögel.

Vorkommen
Ursprünglich reiner Waldvogel, seit etwa 150 Jahren Umzug in Siedlungen. 

Wissenswert
Die Amsel ist der Gartenvogel schlechthin. Ihre Nahrung (Würmer, Schnecken, Insekten, Früchte) sucht sie meist am Boden. 
An den unmöglichsten Stellen kann man ihre außen aus Zweigchen und gröberen Halmen gebauten und innen mit Lehm ausgeschmierten und anschließend gepolsterten Nester finden. 
Lieblings-Brutplätze sind aber begrünte Fassaden und immergrüne Gehölze. 
Dort sitzen die Amseln oft schon im Februar auf den Eiern und schaffen es dann, 3-4 Bruten großzuziehen -  wesentlich mehr als die „Waldamseln".



Wacholderdrossel

Wacholderdrossel

Wacholderdrossel

Turdus pilaris
Drosseln
Länge 25 cm
= Amsel
Ganzjährig

Merkmale

Bunte Drossel: blaugrauer Kopf und Bürzel, rotbrauner Rücken, schwarzer Schwanz, gefleckte Unterseite und weiße Unterflügel. Sehr gesellig. 

Stimme
Laute, häufig zu hörende Rufe „schack-schack-schack".

Vorkommen
Brutplätze sind Auwälder, Waldränder, Parks, Streuobstwiesen oder Alleen. Nahrung (Würmer, Schnecken, Insekten und Früchte) suchen die Wacholderdrosseln überwiegend am Boden, oft auf Wiesen.

Wissenswert
Die aus der sibirischen Taiga stammende Wacholderdrossel hat früher nicht in Mitteleuropa gebrütet. 
Seit etwa 200 Jahren breitet sie sich nach Westen aus (ein immer noch anhaltender Vorgang). Die Drosseln brüten häufig in lockeren Kolonien. 
Die großen, aus Grashalmen gebauten und mit Lehm ausgestrichenen Nester sind oft kaum versteckt. Sie werden gemeinsam verteidigt. 
Nestplünderer werden attackiert, gezielt bekotet und dadurch vertrieben.




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