Ein neues Kapitel tat sich auf: Im Zuge der sich stark verbreitenden Anzahl neuer Technologien und Rechnerarchitekturen (es gab endlich den Wechsel von Standalone-Rechnern in eine vernetzte Umgebung, der Anteil der Terminallösungen wurde geringer und die Großrechnerlösungen Stück für Stück in Client-Server-Umgebungen mit der Anbindung verschiedener Subsysteme umgewandelt) tat sich auch eine weitere Anwendungsmöglichkeit auf: Vorgangssteuerungssysteme. Also weg von Dienstanweisungen, Handlungsvorschriften und unendlichen Reihen von Aktenodnern und hin zu einer rechnergestützen Ablaufsteuerung von Geschäftsvorgängen. Diese sollten dem jeweiligen Geschäftsmodell entsprechend eigene Regeln einhalten, Vorschläge unterbreiten, Abschlußmeldungen generieren und auch eine Statistik führen. Ein solches Produkt galt es auf dem Markt zu etablieren, Mitarbeiter und Partner für die Realisierung der sich daraus ergebenden Projekte zu gewinnen und letztendlich vorzeigbare Lösungen zu präsentieren. workflow

Natürlich ging es hier nicht um so triviale Dinge. Komplexe Geschäftsprotesse in Verwaltung und Wirtschaft, Verkauf und Logistik wie auch Fertigung konnten in einer Datenbank erfaßt, mit starren, aber auch flexiblen Regeln abgebildet werden. Je nach Prozeßstatus wurden diese Reglen angewandt und führten vom Eingang eines Auftrags über Bestellung oder Überprüfung von notwendigen Materialien zur Fertigung und Auslieferung, Rechnung, Bezahlung und Ende des Prozesses. Zuständigkeiten, Erledigungsstati usw. wurden in der Datenbank gespeichert und standen je nach Berechtigungs-/Zuständigkeitskonzept den am Prozess betieligten Mitarbeitern textlich und grafisch aufbereitet zur Verfügung. Als Rechnerplattform kamen verschiedene UNIX-Derivate zum Einsatz (sogar PC-gestütztes  SCO-UNIX), als Datenbanksystem Oracle, damals noch in der Version 6.x. Nicht ganz einfach, aber machbar. Nachdem einige Pilotprojekte erfolgreich abgeschlossen werden konnten nahm mich eines neuen Themas an: SAP. Auch hier erfolgte ja der Wechsel vom Großrechner in eine vernetzte Rechnerwelt aus Präsentation (Frontend), Rechnern für die Anwendung selbst (Application) und der für die Verarbeitung der umfangreichen Prozesse und Datenmengen erforderliche Datenbankserver. Viel zu interessant, um da nicht mit einzusteigen.

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