Seit einiger Zeit bemühe ich mich, wieder etwas Sport zu betreiben (ich war ja seit vielen Jahren außer etwas Fahrrad fahren abstinent). Ziel ist es einfach, den erkennbaren Muskelschwund (komisch daß viele Leute bei der Erwähnung der Krankheit "MS" immer fragen "ist das Muskelschwund???") etwas zu reduzieren. Außerdem war durch die Kortisonbehandlungen doch auch noch etwas "Hüftgold" angewachsen. Man muß seinen "inneren Schweinehund" schon überwinden und etwas Geld ausgeben, um regelmäßig ein paar Übungen zu machen, denn Sportgräte sind einfach teuer und nehmen sehr viel Platz in Anspruch. Nun habe ich einfach die Gelegenheit genutzt, in einem relativ neu errichteten Schwimmbad mit angeschlossenem "Fitness-Studio" (ich mußSport1 aber betonen, daß es sich nicht um eine reine "Mucki-Bude" handelt) einfach einmal einiges auszuprobieren welches mir das Gefühl gibt, etwas gegen diesen Makel zu unternehmen. Ich konnte aber bisher nur feststellen, daß es gar nicht so sehr darauf ankommt, Muskeln wiederherzustellen oder gar einfach das Gewicht zu halten sondern auch zu erkennen, daß man zwar nicht mehr der "Alte" ist aber trotzdem mit etwas Willen noch einiges zu bewegen vermag. Es macht einfach Spaß gegen das widrige Gefühl "nur behindert" zu sein etwas tun zu können. So kann man auf einem Sitzfahrrad feststellen, daß man eigentlich doch noch einige Kilometer schafft Sport2ohne die Unsicherheit "herunterzufallen", aber auch beim Rudern an der Rudermaschine merkt man, daß das Ausloten der eigenen Kraft dazu führt, daß man feststellt, die MS oder ED oder wie man auch immer diese blöde Krankeit bezeichnen mag hat einen noch nicht voll im Griff. Selbst andere, mir bis dahin vollkommen unbekannte Geräte machen Spaß. Einfach einmal testen. Es ist wirklich entspannend und gibt einem das Gefühl, nicht einfach nur "aus der Bahn" geworfen zu sein, im Gegenteil, es spornt zu mehr Aktivität an und verleiht einem auch ein wenig das Gefühl nicht ganz untätig zu sein sondern aktiv der Krankheit entgegenzutreten. Man kann die Krankheit nicht einfach "ausschwitzen", aber ich habe nach dem Sport nicht das Gefühl, einfach nur  Sport gegen die MS, sondern Sport wegen der MS gemacht zu haben. Nichts übertreiben, die eigenen Grenzen erkennen und beachten, das ist das was mich anspornt. Feststellen, was einem noch möglich erscheint. Nicht nur feststellen, was einfach nicht mehr geht. Keine Schadensbilanz. Sondern am Schluß erkennen, daß man eigentlich noch ganz gut mit der Krankheit "leben" kann. Auf jeden Fall kann ich es nur empfehlen. Nicht alleine wegen der möglichen positiven Auswirkungen auf den Körper im Gesamtbild (Kreislauf, Gewicht, Blutdruck und was da sonst noch alles zählen mag), sondern auch um festzustellen, daß man noch zu bestimmten Leistungen einfach fähig ist (wenn man es denn wirklich will...).

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